ARENA Finale Künstler

Bazon Brock

60. Geburtstag, 02.06.1996 © Fotografen.

Bazon Brock, der Direktor ohne Dinge, ist emeritierter Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal, Künstler und Kunsttheoretiker. Brock gilt als Vertreter der Fluxus-Bewegung.

Carsten Lisecki

Carsten Lisecki © Fotografen.

http://www.lisecki.de/

Jan Gympel

Jan Gympel © Jan Gympel
Jan Gympel © Zeichner.

Als freier Journalist ist er gegenwärtig tätig unter anderem für Zitty (Berlin), Hinnerk (Hamburg), die Verkehrszeitschrift Signal und die Architekturblätter Baumeister (München) und Bauwelt (Berlin). Seine Themenschwerpunkte sind Film und Fernsehen, Architektur und Denkmalschutz, Verkehr (insbesondere Straßenbahn und U-Bahn) und Berliner Stadtgeschichte.

Michael Schmacke

Michael Schmacke © Fotografen.

Songwriting using environmental sounds.

Exploring the environment of the ARENA I will produce a song. All notes will be extracted from the area. Working title for the upcoming song: „Social safety“

Moderation: Martin Clausen

Doc Schoko

Christian Schulte © Fotografen.

Sänger, Gitarrist, Texter & Komponist.

StreetUniverCity

StreetUniverCity © Fotografen.

StreetRadio 1, Integratives Rap‑Radio, Rap Parlament, StreetRadio 2

Parlant Papap

Parlant Papap © Fotografen.

Parlant Papap | Arena Finale

Schon als regelmäßige Show im Hinterzimmer des Valentinstüberl zeigte sich Parlant Papap gerne experimentierfreudig. Neben den üblichen Songs und Texten wurden Performances dargeboten, kurze Filme und Hörspiele aufgeführt, Käse probiert.

Dieses Jahr im September folgte der nächste logische Schritt, die Parlant Papap- Inhalte in einer Ausstellung zu präsentieren, mit Bildern/Gemälden und Objekten zu erweitern. Einen Monat lang widmete sich die Künstlergruppe dem Thema „Berlin 2093- Letzte Zuflucht Schöneberg“ in Bildern, Bewegung, Musik und Worten. Vieles davon entstand vor Ort, im Projektraum Zwitschermaschine (und Umgebung) und wurde ebendort auch präsentiert.
Die Lautsprecherskulptur in der Pallasstrasse wurde schon in „Berlin 2093“ entdeckt/eingebunden. Nur folgerichtig, nun für das Arena- Finale auch den vorläufigen Höhepunkt der „Schöneberg- Phase“ von Parlant Papap zu setzen. Speziell zum Abschlussfest der Skulptur werden drei etwa 20 minütige Hörspiele/stücke geschrieben und produziert, die nah am Thema und in der Umgebung bleiben; Visionen aus Gegenwart und naher Zukunft im städtischem Raum, Begegnungen mit Menschen und Architektur.

Cabuwazi

Cabuwazi

CABUWAZI is a social circus based in Berlin since 1994 that counts with five
different places in different neighbourhood: Treptow, Kreuzberg, Tempelhof,
Alt-Glienicke, Marzhan.

Colours of Feeling

Colours of Feelings is a project based on the Marshall Rosenberg theory of
Nonviolent Communication, aiming to support youth in acquiring and
developing the ability to identify, express, interpret and reflect upon own
feelings and needs. We want to equip young people – as well as educators and
youth workers – with an innovative tool in a form of beautifully illustrated
cards of feelings and needs.

 

Flirren

Flirren

flir|ren(sw.V.: hat) [wohl Vermischung von ->flimmernmit ->schwirren] (geh.): unruhig, zitternd glänzen, flimmern(Duden – Deutsches Universalwörterbuch, S.620)

Elektronische Live-Musik, erzeugt mit einem Cello und einem kugelförmigen Modularsynthe-sizer. Die „Discokugel“ wird mittels Handbewegungen in der Luft gespielt. Musik hören: soundcloud.com/flirren

Steine

Steine © Fotografen.

Steine sind Mario Schulte und Harald Wissler. Als Musiker haben sie – einzeln und gemeinsam – in vielen Sparten gearbeitet, von Surfpunk bis Theatermusik. Als Duo machen sie im weitesten Sinne Popmusik, die sowohl die Diversität ihrer Erfahrungen als auch ihre DIY/LoFi Wurzeln widerspiegelt. Ihre Texte spielen mit kindischem Ernst und depressivem Humor, laden zum Nachdenken ein, ohne dies auszustellen. Während sie bei ihren Studio-Aufnahmen im Arrangement gerne auch mal das „große Besteck“ nutzen, zum Teil mit Gastmusikern wie Doc Schoko, Julia Wilton, […], präsentieren Steine ihre Songs live im Minimalarrangement.

Lutz Steinbrück

Lutz Steinbrück, 2019.

Lutz Steinbrück lebt in Berlin, schreibt Gedichte und Songs, solo und mit der Band neustadt. Die “Selbstportraits” seines ersten Solo-Albums, das er im Frühjahr 2019 mit E-Gitarre in den ARK Studios in Berlin aufnahm und im August 2019 in Eigenregie veröffentlicht hat, sind eine Reise in elf Song-Kapiteln durch nördliche Gärten, vorbei an Berliner Parkbuchten und Stränden voller Tauben und Augentiere. Lichterlohes Treiben – ohne Scheu vor Ironie, Intimitäten und Einblicken in seelische Abgründe.

Sologigs u.a.: Brotfabrik (B), ORI (B), Culture Container (B), Sauermutter (B), Barbiche (B), Dodo (B), Leerer Raum (B), Theater Hotel Rixdorf (B), Café Tunichtgut (Leipzig), Route66 (Düsseldorf), Sudhaus (Marburg), Kulturkapelle (Angermünde), Stella (Ulm)

 

Balg

Daniel Stetich, Akkordeon (US)
Hank Onion, Elektronik (NL)

Seit Jahren verwandeln sie lange Büro Arbeitszeiten zu einem einzigartigen Raum den man bereisen kann (https://dstet.zone). Und jetzt verändern Balg Echtzeit mit Akkordeon Sound, Drohnen und Samples.

 

Alexandra Nasse

Alexandra Nasse, 2019.

Die idee ist, jeweils zwei, drei kurze drei bis fünf-minütige Interventionen – Übungen mit dem Publikum. Die Idee ist: Mental Coaching – auch gerne „embrace your weirdness“ genannt.

Für Late-October-Open-Air für Besucher und Aktive in Berlin ein „mental coaching“, schön schräg und irgendwie auch fürsorglich.

 

Folkadu

Folkadu hat sich ganz der Musik Israels verschrieben. Mit Gesang, Trompete, Gitarre, Bass und Percussion bringen sie sowohl traditionelle wie auch moderne israelische/jüdische Kompositionen in charmanter Kleinbesetzung auf die Bühne.

 

Feedback Orchester

Feebackorchester © Fotografen.

Claudius Hagemeister

Claudius Hagemeister © Fotografin.

Hagemeister hat zunächst als Erzieher mit kriminellen Jugendlichen, später als Drehbuchautor für Computerspiele und Fernsehen, als Leiter von Schreibwerkstätten und als Aushilfs-Programmassistent für Verkehrsfunk gearbeitet. Daneben hat er Kurz- und Kürzestprosa veröffentlicht, unter anderem das Buch „Tanne & Quadrat“. Zurzeit hat er eine Halbtagsstelle in einem Jugendkulturzentrum und schreibt Geschichten, deren Helden mit der Arbeit hadern und günstigstenfalls Strategien finden, ihr, zumindest momentweise, zu entfliehen: durch Eskapismus, Blaumachen oder Bummelei. Hagemeister gilt als Begründer des asozialen Irrealismus.

Boris Hegenbart

Boris Hegenbart // unter Himmeln

(Eine spektrale live Komposition für fast vergessene Lautsprechermembranen)
Der Komponist und Künstler Boris Hegenbart wird Umgebungsklänge und synthetisches Klangmaterial verwenden, um die Eigenheiten der ARENA Skulptur hörbar zu machen. Das Klangmaterial wird live in Frequenzbereiche zerlegt. Die dabei entstehenden „Sound-Streifen“ werden über das Lautsprecherfeld versetzt abgespielt. Je nach Beschaffenheit und Zustand gibt jeder Lautsprecher nur einen spezifischen Klangbereich wieder und verleiht diesem eine eigene Färbung. Fehlt eine Membrane völlig, endet hier der Weg, die folgenden Lautsprecher bleiben stumm. Hegenbart kreiert ein Netz aus Frequenzen, das sich auf der Lautsprecher Skulptur ausbreitet – nicht wahrnehmbar hinter den Scheiben des anliegenden Wohnblocks und den undurchdringlichen Bunkerwänden ein paar Meter weiter auf der anderen Straßenseite.

Frieder Butzmann

Frieder Butzmann, 2002.
Frieder Butzmann, 2002 © Fotografen.

Bevor die digital kontrollierte elektromobile Stille eintritt, singt und besingt Frieder Butzmann den Verkehrslärm. Eine offensichtlich noch zu frühe, aber dennoch freudige Hymne an die live mitlärmende Potsdamer- und Pallasstraße. Dies erweitertert sich durch akustische Abgase aus digitalen Speichern. Es kombiniert sich mit voll fetten elektronischen Klängen und gesungenen Hymnen an den Ort, seinen Lärm, seine Vergangenheit, seine Gegenwart und zur Würdigung des Automobils als Kulturobjekt. Freudiger Abgesang an den Krach der Straße. Weitere Fanfotos.

F.S. Blumm

Was Frank Schültke macht, klingt oft wie eben erst ausgedacht. Oder besser: wie eben erst spielerisch herbeigezaubert beim wahl- und ziellosen Gezupfe und Geklimper auf Gitarre oder Spielzeuginstrument. Gern dürfen die Saiten schwingen, bis sie ausgeschwungen sind, gern pluckert mal etwas herein, um sich bald wieder in der Stille zu verlieren. Es ist, als kreisten alle Kompositionen ihrer Skizzenhaftigkeit um eine gewaltige Leere, schleierhaft ausgefüllt nur vom intimen Bariton des Sängers. Melodien kündigen sich immer wieder an, ohne sich wirklich einzustellen. Was vielleicht daran liegt, dass diese spröde Musik etwas ist, das F.S. Blumm von seinen sonischen Expeditionen mitbringt.
Sie steht neben sich, „beside the point“, wie er selbst singt, und fühlt sich dort wohl. Es wirkt in seiner gefühlten Aufwandslosigkeit tatsächlich befreiend, wenn man als Hörer akzeptiert hat, dass es da keinen Punkt geben wird, auf den F.S. Blumm kommen wollen würde. So stellt sich auf Dauer ein beinahe bekiffter Schwebezustand ein, der durchaus angenehme Seiten hat.
https://fsblumm.de/

Martyna Poznanska

Martyna Poznanska © Dimitri Djuric.

Martyna Poznańska is a cross-disciplinary artist, who works with different media across disciplines building connections between the intangible medium of sound and solid matter. It includes listening and field recordings practice next to working with various visual tools such as drawing, video, use of created or found objects, writing among others.

She exhibited and performed internationally showing her works at the Akademie der Künste Berlin (DE), Deutsche Oper Berlin (DE), Cafe OTO, London (UK), she worked with Hans Peter Kuhn ( Installation – Übergang, Martin-Gropius-Bau Museum, Berlin), and Peter Cusack among others.

She studied Spanish Philology at the Jagiellonian University in Krakow (PL), Sound Art at The University of the Arts London (LCC). In 2016 she obtained the MA degree from Sound Studies at the Universität der Künste Berlin (UdK).

Martyna lives and works in Berlin. http://www.martynapoznanska.com

Türkischer Chor der Leo Kestenberg Musikschule

Leo ’s türkischer Chor unter der Leitung von Emin Türkarslan trägt einige Kunstlieder der türkischen klassischen Musik vor. Den Laienchor gibt es seit 2017. Emin Türkarslan, Lehrer an der Musikschule Leo Kestenberg, begleitet und leitet den Chor an der türkischen Kurzhalslaute Ud.

 

Oliver O. Rednitz

Selbstvergebungsritual

Ganz im Sinne von Maubreys Lautsprecherskulptur ARENA biete ich „neue Formen der sozialen Interaktion und verbinde private und öffentliche Räume zu einer relationalen Struktur, um so die Atomisierung des urbanen Lebens zu überwinden.“ Die unmittelbare Umgebung gestalte ich mit meinen Aufstellern sowie dem TOWER OF LOVE und ergänze die Lautsprecherskulptur. Der TOWER OF LOVE steht um den, der Arena vorgelagerten Baum herum und dient den Besuchern, Passanten und Anwohnern sich zu erklären, warum sie sich lieben? Weihrauch liegt in der Berliner Luft. Im Hintergrund läuft der Klang eines Youtube-Videos zum Ho‘oponopono (https://www.youtube.com/watch?v=oFznZWoEGSI&t=377s). Nach einer Aufwärmphase finden sich die Teilnehmer zusammen und werden nochmals eingeladen, auf dem TOWER OF LOVE ihre Liebe an und für sich selbst zu manifestieren. Danach versammeln wir uns vor der Arena und nehmen uns bei den Händen, um das Ho‘oponopono-Vergebungsritual zu sprechen: „Ich liebe Dich. Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Danke.“ Übersetzungen in den Sprachen der Anwesenden sind ausdrücklich erwünscht. Im Anschluss schreiben alle auf den TOWER: „Ich verzeihe mir.“ Dann finden wir uns wieder vor der Arena zusammen. Alle erhalten eine handvoll rote Seidenpapierherzen und gemeinsam werfen wir sie mit den Worten „Ich verzeihe mir“ in den Berliner Himmel. Schließlich umarmen wir uns alle. Das Youtube-Video zum Ho‘oponopono läuft noch eine Weile weiter. Zum Schluß könnten wir noch einen Flash-Mob-Chor inszenieren und „Ganz Berlin träumt von der Liebe“ singen. Vorrausgesetzt wir finden einen ambitionierten Chor?

 

Hans Peter Kuhn

Hans Peter Kuhn, 2017.

Hans Peter Kuhn, Komponist und Künstler, lebt und arbeitet in Berlin und Amino (Kyoto, JP). Seine Licht- und Klanginstallationen werden von vielen Museen und Galerien gezeigt oder an öffentlichen Plätzen ausgestellt, u.a. Museum of Fine Arts Boston, MA, Centre Pompidou, Paris, Neue Nationalgalerie, Berlin, Seattle Art Museum, Seattle, WA., Tokushima Modern Art Museum. Internationales Aufsehen erregte er mit Lichtinstallationen im öffentlichen Raum, z.B. The Pier, New York 1996, A Light and Sound Transit, Leeds (UK) 2009, Vertical Lightfield, Singapore 2009, Acupuncture, Mattress Factory Museum, Pittsburgh (US) 2016, Martin Gropius Bau, Berlin (DE) 2017.

1993 in Venedig erhielt er zusammen mit Robert Wilson den Goldenen Löwen Biennale Venedig für die Installation Memory Loss.

Im Theaterbereich ist er neben der Arbeit mit Regisseuren wie Luc Bondy, Claus Peymann, Peter Zadek und Peter Stein besonders durch die langjährige Zusammenarbeit mit Robert Wilson, für den er für viele Produktionen die Musik und das Klangenvironment gestaltete, bekannt geworden. Mit den Tänzern Laurie Booth, Dana Reitz, Suzushi Hanayagi, Sasha Waltz und Junko Wada arbeitet er regelmässig zusammen. Für seine Ballettmusiken wurde er mit dem Bessie Award, New York und dem Suzukinu Hanayagi Award, Osaka ausgezeichnet.

Mit seinen Performances, die sich mit Klängen und den Phänomenen des Hörens beschäftigen, ist Hans Peter Kuhn weltweit aufgetreten. Seit 2012 ist er Gastprofessor im Studiengang Sound Studies der UdK Berlin.

http://hanspeterkuhn.com

Audio Ballerinas

Audio Ballerinas von Benoît Maubrey.

Originally created in 1989 by Benoît Maubrey as solar-powered tutu for the Festivals Les Arts au Soleil (Lille/ Aeronef) the Ballerinas are until today a major project of Benoit Maubrey’s group. The Audio Ballerinas have been presented in numerous international festivals throughout the world.

The AUDIO BALLERINAS are a group of dancers that use light sensors that enable them to produce sounds through the interaction of their movements and the surrounding light. A variety of other electronic instruments (digital samplers, contact microphones, light-to-frequency controllers, movement sensors, MP3 players, and radio receivers) allow them to work with the sounds, surfaces, and topographies of the space around them in a variety of solo or group choreographies.

Electronic Guy a.k.a. Benoît Maubrey

Electroacoustic tuxedo jacket with sampler, electric guitar, radio receiver and solar cell.
Originally built in 1987 for the mayor of Berlin with a pre-recorded cassette of people saying ”Berlin tut gut” (Berlin does you good).

History: in 1986 I was awarded a grant from the city of Berlin. In return for the grants the artists are supposed to present the city with a work of art (usually a painting). For this occasion I built an Audio Frack (Frack is the term for an elegant evening jacket with tails) for the mayor. For the sound I went around the city recording the voices of people saying “Berlin tut gut“ (“Berlin does you good“) which was the current tourist slogan for the city. I compiled about fifty different voices repeating the sentence and presented the Jacket complete with audio cassette to his office, proposing that he dress himself in the apparel for the opening of the local International Electronics Fair. He responded with a polite letter indicating that if he used the jacket it would put his press attaché out of work.
In 1995 I created the Electronic Guy wearing a similar Tuxedo that was equipped with guitar amp, radio receiver, and sampler. Sounds are sampled and then mixed through the jacket as a solo concert event.
In 2011 redesigned it as a “Boom Jacket” complete with sampler, looping and pitching devices, radio, guitar amp and double light-to-frequency controller.
In 2013/14 we constructed two “FRACKMAN” suits. Each suit is fitted with a digital guitar amplifier, a pre-amp, white noise radio receiver, double light-to-frequency sensor, and sampler. One jacket (black leather) is constructed for outdoor “street” situations and the other a tuxedo with tails (“Frack” in German) for indoor and stage. These jackets have extra amplification in order to interact (an reverberate) with the space around them.

Clown Pieh

Clown Pieh © Fotografen.